WhatsApp für Unternehmen – Macht das Sinn?

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Social Media Podcast Episode 30: Klaus Breyer über WhatsApp für Unternehmen

WhatsApp oder der Facebook Messenger für die Unternehmenskommunikation – macht das Sinn? Wir haben Klaus Breyer diese Frage gestellt und mit ihm WhatsApp und Co. ausführlich unter die Lupe genommen. Von den 40 Millionen Menschen mit Smartphonesin Deutschland haben 30 Millionen WhatApp installiert. Mehr als die 26 Millionen Facebook Nutzer in Deutschland! Aber macht es auch für Unternehmen Sinn auf WhatApp aktiv zu sein und mit ihren potentiellen Kunden zu interagieren? Dieser Frage widmen wir uns in dieser Folge des Social Media Podcasts. Nach dem Hören werdet ihr wissen, ob WhatsApp für euer Unternhemen Sinn macht oder eben nicht. Also Ohren auf und los geht’s!

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Messenger in der Unternehmenskommunikation: WhatsApp und Werbung

Offiziell unterstützt WhatsApp derzeit keine kommerzielle Nutzung, nicht-kommerziellen Nutzung durch Unternehmen wird jedoch geduldet. Irgendwie auch ganz verständlich: WhatsApp will zu keinem Spam-Kanal werden, von dem die Benutzer in Scharen fliehen. Der CEO von WhatsApp Jan Koum meinte dazu vor kurzem: „We‘re not interested in bombarding our users with: ‚Hey, play this game, play this game.‘ It gets annoying, it gets in the way of messaging and it gets in the way of staying in touch with people who are important to you“.

Dennoch wird WhatsApp früher oder später damit anfangen müssen Geld zu verdienen. Vor allem, nachdem es für 19 Milliarden von Facebook gekauft wurde. Eine Monetarisierung der Benutzerdaten wie bei Facebook scheidet wohl aus, denn die sind bereits so verschlüsselt, dass WhatsApp selbst keinen Zugriff mehr darauf hat.

Best Practices für WhatsApp in der Unternehmenskommunikation

Aber auch wenn sich die Entwickler bislang quer stellen, kann es für Unternehmen Sinn machen auf WhatsApp aktiv zu sein. Viele Unternehmen beginnen trotz aller Hindernisse (oder gerade deshalb) mit WhatsApp. Denn wenn man WhatsApp so verwendet wie es von den Entwicklern gedacht ist, für die persönliche Kommunikation, kann das durchaus Sinn machen! Hier sind drei allgemeine Nutzungsmuster, um zu erklären, wie Unternehmen WhatsApp nutzen können:

1. Marketing

Ein Paradebeispiel für direkte Kommunikation mit dem Endkonsumenten bietet die Mayonnaise „Hellmann’s“ mit ihrer WhatsCook-Kampagne im brasilianischen Markt. Weil vor allem junge Menschen oft nicht wissen, was sie mit den Resten in ihrem Kühlschrank anfangen können, hat das Unternehmen über WhatsApp den Kontakt zu Sterneköchen hergestellt, die helfen. Damit die Kampagne vom Unternehmen einigermaßen umsetzbar war, mussten sich Nutzer vorab dedizierte Slots über die Website reservieren.

Andere Beispiele:

2. Support

Die Universitäten der neuen Bundesländern wollten Studierende anlocken. Dabei kamen sie auf die großartige Idee WhatsApp einzusetzen und boten den potentiellen Studierenden mit Hilfe des Messengers die Möglichkeit sich direkt über ihr potentielles Studienfach zu informieren. Die WhatsApp Nummer wurde über Plakate an Bushaltestellen gestreut und Community Manager beantwortenden die Fragen der jungen Menschen direkt im Messenger: Was ist der NC auf Medizin? Wann beginnt das Semester? Fallen Studiengebühren an? Welche Fakultät schmeißt die besten Parties? usw.

Die rechtliche Situation

Bevor man sich jetzt aber ins WhatsApp Getümmel stürzt, gilt es die rechtliche Frage zu klären: Wie weit darf die geschäftliche Nutzung eines Messengers wie WhatsApp gehen? Diese Frage zu beantworten ist gar nicht mal so einfach. In den englischen FAQs von WhatsApp wird  eine „Commercial solicitation“ untersagt. Jedes Unternhemen muss selbst entscheiden wie es damit umgeht. Klaus Breyer gibt im Podcast die Empfehlung die Rechtsabteilung zu konsultieren bevor man mit der Arbeit auf WhatsApp beginnt. Als grobe Richtlinie sei gesagt:  Verkaufen und werben sollte man auf WhatsApp nicht. Fragen beantworteten, helfen und informieren ist aber okay!

WhatsApp auf dem PC


Via WhatsApp chatten funktioniert seit neustem auch auf dem PC! Jedoch gibt es Einschränkungen: Aktuell geht dies nur mit dem Google Chrome Browser und Android Geräten.  Apple User gehen noch leer aus. Zudem muss der Web-Client auf dem Rechner mit der WhatsApp-Anwendung auf dem Smartphone verbunden sein und das Handy muss ins eine Internetverbindung verfügen. Sind diese Bedingungen jedoch erfüllt, ermöglicht die Nutzung am PC eine schnelle und effektivere Handhabung des Messengers und bewegt sich in die richtige Richtung, um den Dienst auch für kommerzielle Anbieter lukrativ zu machen.

Weblinks

 

Michael Albertshauser
Spezialist für digitales Marketing mit einer Leidenschaft für neue Medien und Startups. Mein Fokus liegt im Community-Aufbau sowie Strategie, Exekution, Analyse und Optimierung von Community bzw. Online Marketing Kampagnen.

8 Responses to “WhatsApp für Unternehmen – Macht das Sinn?”

  1. Wer eine automatisierte komfortable Lösung sucht, kann sich gerne unsere Lösung einmal ansehen ( https://www.whatsbroadcast.com/de/ ). Generell kann ich sagen, dass einige Kunden Klickraten bei mitgesendeten Links von regelmäßig über 50% einfahren, (noch) ist WhatsApp ein sensationell unverbrauchtes Medium.

  2. Mit solchen Services werdet ihr das Medium aber „verbrauchen“. Zumal es gegen die AGB von WhatsApp ist, für euren Service Geld zu verlangen.

  3. Das Thema ist super sexy und viele Marketer bekommen leuchtende Augen im Gedanken an die großen Reichweiten und Potentiale. Aber es ist zu kurz gedacht, nur aufgrund der Verbreitung auf WhatsApp zu setzen und alle anderen (nicht unwesentlichen) Faktoren, wie Datenschutz, Sicherheit, Privatsphäre, etc. auszublenden. Messaging wird uns noch ein paar Jahre begleiten (siehe WeChat in Asien wohin die Reise gehen könnte), deshalb sollten sich Unternehmen genau überlegen, wie sie das Thema sauber aufsetzen und nachhaltig aufbauen können. Ich habe hierzu kürzlich einen Blog-Artikel geschrieben, auf den ich gerne verweisen möchte: https://smoope.com/de/vom-whatsapp-hype-unverbesserlichen-marketern-und-der-groessten-chance-seit-social-media/

  4. Es gibt eine Art Whatsapp für Firmen. Die deutsche Messaging App „Teamwire“ soll primär die interne Kommunikation im Smartphone-Zeitalter verbessern. Die Lösung gewährleistet starken deutschen Datenschutz, ist unternehmensweit administrierbar, sichert Daten auf mobilen Endgeräten ab und ist sowohl als Cloud wie On-Premise Lösung verfügbar. Mehr auf http://www.teamwire.eu

  5. Gute Zusammenfassung. Auch die Telekom nutzt neuerdings WhatsApp: http://www.whatsappforbusiness.de

  6. Ein weiterer Anbieter für WhatsApp Broadcast ist https://whatspro.de/

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  1. Instant-Messenger: Social Media Potential für Blogger? - bloggerabc - 26. August 2015

    […] Offiziell unterstützt WhatsApp zwar keine kommerzielle Nutzung, nicht-kommerzielle Nutzung durch Unternehmen wird jedoch geduldet. Firmen verwenden die Applikation hauptsächlich für den Kundenservice oder im Rahmen von Produktkampagnen. […]

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