Welche Social Media Plattform eignet sich für mein Unternehmen?

Socialgenius.de Kategorie Blog Blogger Artikel Lesen Schreiben Social Media Marketing Experte Tipps Tricks How to GastbeitragAls Social Media Manager werde ich oft mit der Frage konfrontiert: Auf welchen Social Media Plattformen sollen wir präsent sein? Oder: Warum sind wir nicht auf Plattform X, Y oder Z? Die Frage nach dem ‚Wo?‚ lässt sich aber leider nicht so pauschal beantworten. Denn überall vertreten zu sein ist, aus Ressourcen- und Qualitätsgründen, nicht möglich. Daher stelle ich, wann immer ich die Frage nach dem ‚Wo?‚ gestellt bekomme drei Gegenfragen:

  • Wen möchte ich ansprechen?
  • Womit habe ich vor zu arbeiten?
  • Was sind meine Ziele?

Worauf ich mit diesen drei simplen Fragen hinaus will, erfahrt im Folgenden. Dabei liefere ich euch mit Hilfe einer super Infografik auch gleich die Antworten für euer Unternehmen mit:

1. Wen möchte ich ansprechen?

Die Frage ‚wen‚ ihr ansprechen wollt, bestimmt maßgeblich auf welche Plattformen ihr euch konzentrieren solltet.  Maggi würde niemals im Playboy werben und ein Hamburger Unternehmen nicht den FC-Bayern sponsern. Daher müsst ihr euch fragen: wer ist mein Zielpublikum und auf welchen Social Media Plattformen treiben sie sich herum?

Nun fragt ihr: Aber woher soll ich denn wissen, in welchem sozialen Netzwerk sich meine potentiellen Kunden herumtreiben? Auf diese Frage habe ich mehrere Antworten: Die generellen Nutzerdaten eines sozialen Netzwerkes, Mitbewerberanalyse und Kundenbefragung.

1.1 Generellen Nutzerdaten eines sozialen Netzwerkes

Zunächst einmal veröffentlich alle großen Social Media Plattformen regelmäßig ihre Demografien. Das heißt, wir können uns schon mal ein grobes Bild machen, welcher Typ von User sich generell auf welcher Plattform aufhält. Alter, Geschlecht, Bildungsabschluss, Einkommen, Hobbies etc. Natürlich sind diese Zahlen nicht das Maß aller Dinge und Ausnahmen bestätigen die Regel. Wenn die Zahlen also besagen, dass auf Pinterest deutlich mehr Frauen als Männer unterwegs sind, so ist die Chance bei 70 Millionen Nutzern doch noch einen Mann für seine Sachen gewinnen zu können, nicht aussichtslos. Hier also eine Infografik zu der grundsätzlichen Demografie der einzelnen Seiten.

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1.2 Mitbewerberanalyse

Wenn es bereits andere Wettbewerber auf dem Markt gibt, die eine ähnliche Zielgruppe ansprechen, ist es nicht die schlechteste Idee sich anzusehen, auf welchen Plattformen diese erfolgreich agieren. Dabei ist wichtig nicht in blinde Kopierwut zu verfallen, sondern sich ein reflektiertes Bild von den einzelnen Aktivitäten der Konkurrenz zu machen und diese auf der Grundlage ihrer Effektivität zu bewerten.

Beispiel 1

Instagram kommt bei den Kunden von Mitbewerber A super an, er hat dort 10.000 aktive Follower. Er postet aber auch 3x täglich sehr ansprechende Bilder von zufriedenen Kunden und seinem Produkt. Haben ich und mein Unternehmen auch die Ressourcen und Fähigkeiten, diese Strategie zu übernehmen? Sprich habe ich einen guten fotografie-begeisterten Mitarbeiter und die Zeit 3x socialgenius Mascott Einstein Twitter welche social media plattform blog podcast fragen consultingtäglich auf Instagram zu posten? Wenn die Antwort ja lautet, dann sollte mein Unternehmen wohl auch auf Instagram sein.

Beispiel 2

Mitbewerber B ist zwar auf Twitter, aber es folgen ihm nur 80 User und der Kanal scheint generell tot zu sein. Heißt das jetzt, dass ich mir Twitter sparen kann? Vielleicht. Um diese Frage zu beantworten sollte man sich die Mitbewerber B’s Aktivitäten auf Twitter zunächst einmal genauer ansehen: Postet er in unregelmäßigen Abständen nur seine Marketing Botschaften und geht dabei niemals auf Fragen und Feedback von anderen Usern ein? Dann liegt das Ausbleiben des Erfolgs wahrscheinlich nicht an Twitter sondern eher an der Art und Weise wie Mitbewerber B den Kanal einsetzt und ihr solltet Twitter eventuell eine Chance geben.

2. Womit habe ich vor zu arbeiten?

Sprich, welche Medientypen und welche Art von Content steht mit zur Verfügung? Denn jedes Medium eignet sich nicht gleichermaßen zum Teilen auf allen Social Media Plattformen. Fotos, Videos, Text/Artikel oder Links kommen auf unterschiedlichen Plattformen unterschiedlich gut an. Überlegt euch daher gut, welche Assets euch zur Verfügung stehen, welcher Medientyp gut zu eurem Produkt passt und schaut euch dann an, auf welcher Plattform diese am besten ankommen.

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3. Was sind eure Ziele?

Unabhängig vom gewünschten Publikum und dem verwendeten Content, solltet ihr euch im Klaren sein, was ihr mit eurer Präsenz in den sozialen Medien eigentlich erreichen wollt. Diese Ziele sind der Grund warum ihr überhaupt auf Social Media seid (LINK Artikel 1), also verliert sie nicht aus den Augen! Vereinfacht gesagt lassen sich die Ziele einer Social Media Präsenz wie folgt kategorisieren:

  • Verbesserung euerer Platzierung in den Suchmaschinen (SEO)
  • Erhöhung des Traffics auf eure Website (Traffic to Site)
  • Verbesserung der Kundenbeziehung (Customer Engagement)
  • Steigerung der Markenbekanntheit und Stärkung des Markenvertrauens (Brand Exposure)

Zum Beispiel sind Google Plus, StumbleUpon und YouTube die Plattformen, auf die ihr euch konzentrieren solltet, wenn SEO euer Hauptziel ist.  Andererseits solltet ihr euch mehr auf Facebook, Twitter und Pinterest stützen, wenn ihr mehr direkten Traffic auf eure Website schaufeln wollt. Werft einen Blick auf die unten stehende Infografik um zu sehen, auf welche Plattformen ihr euch konzentrieren solltet.

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